Dienstag, 24. September 2013

Geranium Dress - aus einem Herrenhemd


Kennt Ihr Rae? Rae Hoekstra? Die von Made by Rae? Oh, diese Frau ist ein Nähgenie! Ihren Washi Dress Schnitt hab ich letztes Jahr erstanden und daraus eine Bluse und ein Kleid genäht. Letzteres hab ich Euch schon im Frühling gezeigt.
Dann hat Rae das Washi Dress für Kinder entworfen. Das Geranium Dress. Oh so sweet!!!

Eine Freundin ist im April Mutter einer kleinen süßen Maus geworden. Und ich hatte ihr versprochen, dass ich für die Kleine etwas Besonderes nähen wollte. Sie sollte mal ihren Altkleiderstapel nach etwas Heißgeliebten durchsuchen, dass nicht mehr tragbar war. Und gefunden hat sie das Lieblingshemd ihres Mannes. Er war wohl wirklich sehr traurig, dass er es nicht mehr anziehen konnte. Und der Stoff des Hemdes... fabulös!!! Meine Freundin wünschte sich ein Kleidchen für das kommende Frühjahr. Also hatte ich noch etwas Zeit. Leider lass ich mir bei so etwas immer zuviel Zeit. Lange habe ich mit dem Geranium Dress geliebäugelt, konnte mich aber noch nicht dazu durchringen, da ich schon einige Kleidchenschnitte habe. Als ich ihn dann doch gekauft habe, hab ich mich über mich selbst geärgert: Warum zum Geier hab ich nur so lange gezögert??? Der Schnitt ist super simpel und ganz toll erklärt und bebildert. Und die Altersspanne ist grandios: von 3 Monaten bis 5 Jahre! Und so viele Optionen: Raffungen, Falten, Bluse, Kleid, Rundhals, verschiedene Ausschnitte, mit angeschnittenen Ärmeln, mit Flatterärmeln, mit Taschen, ... Was will man mehr???


Das Oberteil ist komplett gefüttert, so dass keine unschönen Nähte zu sehen sind. Ich bin ja ganz hin und weg von dieser kleinen Ausschnittkerbe...

Im Rückenteil sind die Verschlüsse eingearbeitet. Ich habe Kam Snaps gewählt, weil sie toll aussehen und leicht zu verarbeiten sind.



Dieser kleine Mädchentraum wandert rüber zum Creadienstag und zum Upcylingdienstag. Kommt doch mit und schaut Euch um!



Viele Grüße!

Dienstag, 10. September 2013

Tutorial - Erstelle Deinen eigenen Leggingsschnitt


Willkommen zurück in der Leggingsfabrik! Leider lief der erste Anlauf der "Sauberkeitserziehung" nicht so, wie ich mir das vorgestellt hatte. Die Gründe sind vielfältig. Naja, und nachdem die Windel wieder eingeführt war, waren die schon entstandenen Leggings nicht überflüssig aber zahlreich.

Nun hat der Kindergarten begonnen und damit haben wir der Windelzeit seit Donnerstag den Rücken gekehrt. Wir sind noch lange nicht übern Berg, aber auf einem sehr guten Weg dahin. Dumm nur, dass sie aus dem Leggingsdepot rausgewachsen ist, und dass 3/4- Hosen bei den Temperaturen nicht wirklich praktisch sind. Was bleibt mir da anderes übrig, als neue zu nähen.

Das Schöne an diesen bequemen Hosen ist, dass sie unglaublich leicht und schnell zu nähen sind. Keine Abstepparbeiten. Keine Taschen. Kein Reißverschluss oder Knöpfchen (höchstens als Zierde).

Es gibt unglaublich viele Schnitte und Tutorials für Leggings. Ich möchte Euch heute zeigen, wie ich mir meinen Schnitt erstelle. Dies ist auch für Einsteigerinnen super geeignet, da diese Höschen sehr kulant zu Unsicherheiten sind (ich sag nur STRETCH).

Ihr benötigt:
  • zwei große Bögen Papier
  • eine gut passende Leggings
  • einen Bleistift
  • eine Schere
  • ein Maßband/ Lineal/ Geodreieck
Zunächst faltet Ihr die Vorlagenleggings an der Schrittnaht zusammen, so dass das Hinterteil außen liegt.

Dann legt Ihr die Hose mit der (teilw. nicht vorhandenen) Seitennaht an die Papierkante. Bei mir liegen die beiden Papierbögen genau aufeinander. Das erleichtert einen späteren Schritt. Nach oben und unten sollte noch etwas Platz sein, da Bund- und Saumumschläge ja noch hinzukommen.

Nun zeichnet Ihr mit dem Bleistift die Konturen der Leggings nach. Die Spitze der Schrittnaht (am Po) solltet Ihr etwas auf das Papier drücken, damit der Schnitt genauer wird.

So sollte Eure Zeichnung in etwa aussehen. Wie Ihr seht, habe ich die Vorderkante als Stoffbruch markiert. Das ist aber Quatsch. Warum, seht Ihr gleich.

Anschließend müssen noch die Saum- und Bundumschläge angezeichnet werden. Dazu messt Ihr diese an der Hose ab und zeichnet sie dann an Euer Schnittteil.


Nun könnt Ihr Euern Schnitt ausschneiden. Da ich die beiden Bögen aufeinandergelegt habe, kann ich den Schnitt gleich zweimal zuschneiden. Bin ein Fuchs ;-) Falls Ihr nur ein Teil erhaltet, dann müsst Ihr es auf dem zweiten Bogen einfach nochmal nachzeichnen und ausschneiden.
Danach klebt Ihr die beiden Teile an der geraden Papierkante aneinander. Wie Ihr seht, hat die Bundkante noch nicht die richtige Form.

Um diese zu erhalten, verlängert ihr den Verlauf vom angezeichneten Bundteil (also abfallender Verlauf vom Hinterteil zum (angeklebten) Vorderteil) ...

...und schneidet das entstandene Dreieck weg.

Damit die Schnittteilseite, von der Ihr das Dreieck abgeschnitten habt, noch mehr Vorderteilform bekommt, müsst Ihr auch die Schnittnahtspitze (am Po) noch etwas verändern. Dafür zeichnet Ihr ab ca. 1 - 1,5cm von der Spitze aufwärts eine leicht geschwungene Linie zum Hosenbein hinab (ca. 8 - 10cm lang). Auch diesen Keil abschneiden.



Geschafft! War super einfach, oder? Nun müsst Ihr Euren selbsterstellten Leggingsschnitt nur noch beschriften, damit Ihr später noch wisst, was und vor allem in welcher Größe das sein soll.

Wie man daraus nun eine Leggings zaubert, könnt Ihr hier nochmal nachschauen. Ich will aber nochmal eine komplett bebilderte Anleitung schreiben. Bald. Versprochen.

Bin heute wieder beim Creadienstag dabei. Kommt doch mit und schaut Euch um, was die anderen gezaubert haben.

Viele Grüße!

Dienstag, 3. September 2013

Fleecejacke mit Punkten


Ich weiß nicht genau warum, aber wenn ich diese Jacke anschaue, dann fange ich an zu grinsen. Geht's Euch auch so? Die macht irgendwie gute Laune. Perfekt also für meine quirlige Kleine, die diese Woche in ihre Kindergartenlaufbahn startet.

Den Schnitt (Kapuzenjacke Stardust) hab ich aus der Ottobre 4/2013. Da er aber nur die Größen 62 - 92 bedient, musste ich ihn um eine Größe (98) erweitern.

Am besten gefällt mir der schrägverlaufende Reißverschluss. Ich bin ja total empfänglich für so Details, die nicht sooo aufwändig sind. Und auch die schon integrierte Wachstumszugabe an den Ärmeln ist gut durchdacht. So eine Jacke ist doch wesentlich aufwändiger zu nähen als Shirts oder Leggings. Da ist es gut zu wissen, dass sich die Arbeit auch gelohnt hat und meine Kleine warm über die kalte Jahreszeit kommt.


Damit die Jacke aber nicht nur mir sondern auch meiner Kleinen gefällt, darf natürlich eine Seitentasche nicht fehlen. Wo sollen sonst die Spielautos hin???



Der Außenstoff ist aus Fleece und das Futter aus verschiedenen Jerseyreststücken.



Und wie es sich für Herbst-/ Winterjacken gehört, hat die Jacke auch eine warme Kapuze.


Als meine Kleine die Jacke gestern mal anprobieren sollte (vor Abschluss der Näharbeiten), gab es schon Tränen als sie sie wieder ausziehen sollte. Der Grundstein für eine lange herzliche Liebe ist also gelegt :-)

Bin heute mal wieder beim Creadienstag dabei. Kommt doch mit rüber und schaut Euch um!


 Viele Grüße!