Dienstag, 23. April 2013

Vorsatz ade - Scheiden tut nicht weh

So, nun gebe ich ganz offiziell bekannt: Ich habe meinen Vorsatz für 2013 gebrochen. Zumindest den, der besagt, dass ich jede Woche eine Refashionaktion poste. Neben einem Job und Kind und Mann und Muse und Freunden und ... ist das nicht zu schaffen. Ich hab das unterschätzt und ich bewundere all die Bloggerinnen, die Woche für Woche, Tag für Tag so wunderbare Dinge posten.

Aber das soll jetzt kein Jammerbeitrag werden, nein. Der grobe Vorsatz - über meine Nähsucht (jetzt ist es raus) zu schreiben - bleibt bestehen. Nur werde ich über alles schreiben, was mein Maschinchen zusammenbringt. Neu. Alt. Neu-Alt. Das eröffnet viel mehr Möglichkeiten. Vorsätze brechen hat manchmal auch was Befreiendes.

So ist zum Beispiel dieses kleine Schlafsäckchen entstanden:


Den Schnitt habe ich bei einer Bloggerin erstanden, die grade ihr 3. Kind bekommen hat und aus ihren Schlaferziehungserfahrungen heraus dieses hübsche Puckschlafsäckchen kreiert hat. Bei Interesse: Running with Scissors. Meine Kleine ist leider schon viel zu groß für einen Pucksack, obwohl ich sie nach dem 5. Mal wiederaufstehen manchmal gerne in einen solchen stecken würde :-) Daher wurde er zum Geschenk für die kleine A. Ich hoffe, sie hat wohlige Träume darin.

Ich arbeite gerade an einer Sommerjacke für meine Kleine. Ihr werdet in Kürze mehr erfahren. Nur soviel: Der erste Versuch ging schon mal kräftig daneben... Aber ich bin hochmotiviert. Hab ja auch noch 2m von dem Stoff :-)

Viele Grüße!

Montag, 15. April 2013

Woche 15 - Weste

Das mit meinem Vorsatz (genaueres hier) wird von Woche zu Woche schwieriger. Warum auch immer... Die Fotos für ein Tutorial sind gesichert, aber ich schaff es nicht, eines für Euch zusammenzustellen. Vielleicht kommen ja mal ruhigere Tage (an denen auch meine Näh-to-do-Liste abgearbeitet ist :-) und dann erkläre ich Euch jeden einzelnen Schritt. Versprochen!

Heute gibts (verspätet für letzte Woche) eine neue Weste:

Das Stoffopfer könnte Euch noch bekannt sein. Die Ärmel wurden für eine Jogginghose geopfert.


Nun ist ja der Hauptstoffteil übrig geblieben, so dass es nahe lag, eine Weste draus zu machen. Schnittgeber war dieses kuschelige Teil:

Aber da uns ja der Frühling "überrannt" hat, ist Fell oder Plüsch nun doch eher ungeeignet für die Frühjahrskollektion.

Die Knöpfe haben historischen und emotionalen Wert: Sie stammen von meinem Opa, der selbst Schneider war.

Im Vergleich zur Vorlagenweste habe ich das Rückenteil nach unten etwas verlängert und abgerundet. Erstens finde ich das schön, zweitens hält es besser warm und drittens war da halt diese Stickerei.


Und nun noch mein Lieblingspart an der Weste: der Kragen (ich bin einem schlimmen Kragenfimmel erlegen...). Die Rüschenborte des Stoffopfers wurde zum Kragenfutter erklärt und peppt das bleiche Beige doch etwas auf.

Ich bin auf jeden Fall ganz hin und weg :-)

Viele Grüße!

Mittwoch, 10. April 2013

Osterkleid

Erinnert Ihr Euch an den Postmann? Nun ist aus dem Jerseystöffchen ein Osterkleid geworden. Jaja, ich weiß, ist schon ein wenig her. Aber besser spät als nie.


Der Schnitt stammt aus der Winterottobre 2012 als Jerseyshirt. Ich hab dann einfach noch ein zweilagiges Röckchen drangesetzt.


Und wie immer wurde auch dieses Kleid auf Herz und Nieren geprüft.


Viele Grüße!

Dienstag, 9. April 2013

Kleines Guckloch

Hallo zusammen,

es ist kaum zu glauben: Ich hab jetzt mal drei Stunden Zeit. Zum Nähen, Entwerfen, Verwerfen, Ausprobieren, Seele baumeln lassen... Meine Kleine genießt Oma und Opa in vollen Zügen.

Hab mal ein paar Schnappschüsse so um mich rum gemacht:






In Dauerschleife wird wohl mein absolutes Lieblingslied laufen: Time aus dem Album domestic songs von Solveig Slettahjell.

Hach.

So, und nun stellt sich mir die quälende Frage: WO FANG ICH AN?????

Viele Grüße!

Sonntag, 7. April 2013

Woche 14 - Hemdentunika


Puh, geschafft! Das erste Quartal des Jahres 2013 ist rum und mein Vorsatz für dieses Jahr ist noch nicht gebrochen: jede Woche ein Refashionprojekt. Heute ist eine niedliche Tunika fertig geworden. Stoffopfer wurde ein Hemd meines Schwiegervaters. Und da meine Schwiegereltern heute aus dem Urlaub zurückkamen und wir zusammen essen waren, wollte ich mit dem Projekt rechtzeitig fertig werden.


Ausgangspunkt für den Entwurf war ein Schnitt für ein langärmeliges T-Shirt. Zunächst hab ich die Seitennähte und Unterarmnähte um 1cm erweitert. Danach hab ich 4cm unter der Armausschnittkante waagerecht das Vorder- und Rückenteil auseinandergeschnitten.

Die oberen Vorder- und Rückenteile hab ich im Stoffbruch zugeschnitten. Die unteren Teile - Rockteile - wurden 4cm entfernt vom Bruch zugeschnitten. Den überschüssigen Stoff dieser Teile hab ich dann durch Falten wieder passend zu den Oberteilen durch Falten reduziert.


Früher dachte ich ja, Falten kommen direkt aus der Hölle und haben nur einen Zweck: arme Näherinnen ärgern. Heute muss ich sagen: Ich liebe sie. Sie sehen immer zu aus und sind soooo einfach.

Um einen farblichen Akzent einzubauen, habe ich die Ansatznaht von Ober- und Rockteilen mit Schrägband aufgehübscht. Ebenso wie Halsausschnitt und Ärmelsäume.


Und dann kommt der Teil mit dem Säumen. Und wie schon gesagt: Das ist auch nicht mein Fall. Irgendwie steht ich anscheinend mit einigen basalen Nähtechniken auf Kriegsfuß. ABER! Auch hier hab ich ein kleines Helferlein, dass diesen lästigen Schritt wundervoll auf sich nimmt: ein Rollsaumfuß! Ist als Zubehör bei der Nähmaschine dabei und wird fast nie benutzt. Wenn man sich aber mal reingefuchst hat, dann hat alles plötzlich nen Rollsaum. Sauber, ordentlich, kein bügeln nötig und damit auch keine verbrannten Finger. Ich liebe es :-)


Leider war der 1cm Seitenzugabe für meine Kleine zu knapp, so dass sie die Tunika nur kurz tragen kann. Die nächste wird wohl etwas weiter werden.





Ich glaube, es werden noch einige Tuniken folgen.

Viele Grüße!